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deGUT 2009: “Ein voller Erfolg”

Auch in diesem Jahr waren die Deutschen Gründer- und Unternehmertage (deGUT) in Berlin wieder gut besucht. Weit mehr als 5500 Besucher nahmen die Einladung wahr und damit das Angebot zur Erweiterung ihres Netzwerkes sowie ihres unternehmerischen Wissens. Es gabe außerdem Beratungsangebote und Schulungen, die im Rahmen der deGUT besucht werden konnten. Vorträge und Seminare namhafter deutscher Unternehmer rundeten das Programm ab. Unter ihnen befanden sich unter anderem Skateboardlegende Titus Dittmann von der Firma titus, Brillenhersteller Ralph Anderl (ic! berlin), der Deutsche Internetpreisträger Manuel Sosna (ubitexx), Start-Up-Unternehmer Philipp Spethmann (allyve) sowie Moritz Denker von think entertainment. Sie alle vermittelten ihre Erfahrungen auch in den Podiumsdiskussionen.

Förderer, Veranstalter und Partner der deGUT sind mit dem Ergebnis der Messe sehr zufrieden. Die Projektleiter Dirk Maass und Matthias Haensch erklärten: “Die 25. deGUT war ein voller Erfolg. Unter einem Dach erhielten die Besucher alles, was man für die erfolgreiche Selbstständigkeit – auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten braucht.” Zudem wären die deGUT-Repräsentanten ein Highlight der Messe gewesen.

Über die Beratungs- und Austauschangebote hinaus wurden auf der deGUT die “GründerChampions 2009″ des KfW-Unternehmenspreises gekürt. Der Bundessieger im Bereich “wirtschaftlicher Erfolg” ist die Hein & Oetting Feinwerktechnik GmbH aus Hamburg. In der Kategorie “technische Innovation” konnte die 4JET Sales+Service GmbH aus Nordrhein-Westfalen den Bundespreis für sich gewinnen. Die Kategorie “Nachhaltigkeit” hat als Bundessieger die TASSA GmbH für sich entschieden. Die drei Bundessieger wurden aus den 16 Landessiegern gekürt.

Was Existenzgründer wirklich brauchen

Die Inititative “Perspektive Mittelstand” hat sich mit der Frage beschäftigt, was für einen Existenzgründer wirklich von Bedeutung ist. Dazu hat sie ein Interview mit der Existenzgründungsberaterin Eva Lang geführt. Sie arbeitet bei der KfW-Bank und weiß, worauf es ankommt, wenn man ein neues Geschäft eröffnet.

So gibt sie unter anderem den Rat, dass Jungunternehmer besonders auf drei Dinge achten sollten: Eine gute Positionierung, Ausrichtung am Kundennutzen und gute Kommunikation. Man solle immer nur das anbieten, was man wirklich gut kann oder wofür man kompetente Partner hat. Auch Flexibilität und Serviceorientierung sei wichtig, besonders jetzt in Zeiten der Finanzkrise.

Vor allem Frauen sollten sich am Markt nicht zu bescheiden geben. Leider liege das aber in ihrer Natur, so Lang. Auf diese Weise arbeiten sie dann viel und hart, aber das Privatleben kommt dabei zu kurz. Auch fänden sich neue Auftraggeber leichter, wenn man mal ausginge und sich unter Leute mische. Zuhause im stillen Kämmerlein sei die Akquise ungleich schwerer.

Eva Langs Tipps und Tricks für Existenzgründer können sie hier nachlesen. Es lohnt sich!

Deutschland sucht den Supergründer 2009!

Eine Existenzgründung ist schnell erledigt, doch dann fehlt es Jungunternehmen oft an Kunden. Das weiß auch die Marketingagentur TRENDSTROM in Berlin. Viele Existenzgründer haben hervorragende Geschäftsideen, nur leider werden diese mangels Erfahrung häufig nur ungenügend vermarktet. Kundenakquise ist jedoch eine der schwersten Aufgaben bei einer Neugründung. Vielfach gewinnt nicht das beste Produkt, sondern die beste Werbung. TRENDSTROM will jetzt beides vereinen und sucht darum deutschlandweit den Supergründer 2009 mit dem perfekten Leistungsangebot. Der Gewinner soll gezielt gefördert werden, um sein Unternehmen erfolgreich am Markt platzieren zu können. Alle Interessierten sollten sich jetzt schnell zu “Der Supergründer 2009 gesucht” anmelden. Einsendeschluss ist der 15. April.

Trotz weltweiter Finanzkrise und großer Kinkurrenz will TRENDSTROM Mut machen, eine eigene Firma zu gründen. Jeder, der eine gute und durchdachte Geschäftsidee hat, kann sich zum Supergründer 2009 bewerben. Der Sieger des Auswahlverfahrens bekommt kostenlose und professionelle Hilfe für sein Gründungsprojekt. Zusammen mit Experten werden Werbeaktionen genauestens abgestimmt, das erforderliche Budget sowie ein Marketingplan erarbeitet. TRENDSTROM hilft bei der Online-Vermarktung, beim Erstellen von Mailings und bei der persönlichen Kundenakquise. Außerdem begleitet TRENDSTROM ihn und sein Unternehmen das ganze Jahr 2009 über fachmännisch. Neben dem professionellen Know-How von Experten gibt es zum Sieg das Supergründer-Paket mit Firmenlogo, Visitenkarten, Briefbögen, Flyern sowie einer komfortablen Website.

Im Blog von TRENDSTROM wird das ganze Jahr über die Meilensteine berichtet. Hier können alle Existenzgrüner mitdiskutieren und ihre Erfahrungen austauschen. Alle nötigen Voraussetzungen zur Teilnahme sowie das Bewerbungsformular für den Supergründer 2009 sind unter www.supergruender.de abrufbar. Jeder Bewerber erhält für seine Beteiligung zusätzlich sofort einen Gutschein für Drucksachen.

Noch mehr Infos gibt es hier.

Förderung für Existenzgründer aus der Wissenschaft

Bis ein Produkt oder Verfahren aus dem wissenschaftlichen Labor tatsächlich praktische Anwendung erfährt, kostet es mehr Zeit und Geld als bei jeder anderen Existenzgründung. Zudem braucht es hierfür Wissenschaftler und Hochschulabsolventen, die sich auf das Abenteuer “Existenzgründung” einlassen wollen. Genau für diese gibt es jetzt das Förderprogramm Exist.

Mit diesem Programm möchte das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie das Gründungsklima an Hochschulen und Forschungseinrichtungen verbessern und so die Zahl der technologie- und wissensbasierten Unternehmensgründungen steigern. Es wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) kofinanziert und besteht im wesentlichen aus drei Instrumenten:

Derzeit beteiligen sich rund 100 Universitäten und Fachhochschulen und 60 außeruniversitäre Forschungseinrichtungen an den geförderten Projekten. Für die Dauer von maximal drei Jahren erhalten sie hierzu  einen nicht-rückzahlbaren Zuschuss. Die Hauptaufgabe der Projektverantwortlichen besteht in der Qualifizierung von Gründerinnen und Gründern mittels Qualifizierungsveranstaltungen, Einzelgesprächen und Coachings. Außerdem sollen sie sogenannte Inkubatoren stellen, die die notwendige Infrastruktur vom Schreibtisch bis zum Labor bereitstellen, um so den angehenden Unternehmern einerseits die Erarbeitung ihres Businessplans und andererseits die Entwicklung ihrer Idee bis zur Marktreife zu ermöglichen.

Mit dem Exist-Gründerstipendium werden Gründerinnen und Gründer aus Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen unterstützt, die ihre Gründungsidee in einen Businessplan umsetzen möchten. Es sollte sich dabei jedoch um technologisch-innovative Gründungsideen handeln, die gute wirtschaftliche Erfolgsaussichten haben. Bisher werden vor allem Grundungsvorhaben aus den Bereichen Internet, Kommunikation, Software-Entwicklung. Life Sciences und Ingenieurwissenschaften gefördert.

Last but not least gibt es noch den Exist-Forschungstransfer, welcher sich an WissenschaftlerInnen richtet und hervorragende forschungsbasierte Gründungsideen unterstützt, die mit risikoreichen sowie aufwändigen Entwicklungsarbeiten verbunden sind. Hierbei dauert die Förderphase insgesamt 18 Monate. In diesem Zeitraum sollte das Unternehmen gegründet worden sein. Daran angeschlossen ist eine weitere Förderphase, die das Ziel hat, notwendige Entwicklungsarbeiten bis hin zur Marktreife und Aufnahme der Geschäftstätigkeit zu finanzieren. Zudem sollen sie so die Voraussetzungen für eine externe Anschlussfinanzierung schaffen.

Deutsche Gründer- und Unternehmertage in Berlin

Vom 20. bis 21. März finden in Berlin in der STATION-Berlin am Gleisdreieck die Deutschen Gründer- und Unternehmertage (deGUT) statt. Erwartet werden über 100 Aussteller aus ganz Deutschland und mit einem umfangreichen Seminarprogramm ist die deGUT eine der wichtigsten Messen rund um das Thema Existenzgründung und Unternehmertum. Experten, Berater, Banken, Wirtschaftsverbände, Kammern und erfolgreiche Unternehmer informieren über alles, was bei einem Start in die Selbstständigkeit wissenswert ist und beachten werden muss.  Zudem erfahren Unternehmerinnen und Unternehmer, die sich bereits etabliert haben, auf der deGUT viel Interessantes zu Themen wie Marketing, Vertrieb, Recht oder Personal. 

Während der deGUT vergibt die KfW Mittelstandsbank den Unternehmenspreis “GründerChampions 2009″. Gesucht werden hier die erfolgreichsten Jungunternehmen aus jedem Bundesland. Der Sieger hat anschließend die Chance, als Bundessieger  ausgezeichnet zu werden.

Bereits seit 2008 sind die Investitionsbank Berlin (IBB) und die InvestitionsBank des Landes Brandenburg (ILB) Veranstalter der deGUT. Der Vorsitzende des Vorstandes der ILB, Klaus Dieter Licht, empfiehlt  jungen Gründern, das vielseitige Beratungsangebot der Messe zu nutzen: „Gründen ist spannend und auch lohnend, wenn man es richtig macht und die richtige Beratung hat! Die Messe soll ein Mutmacher für alle sein, die Gründungsgedanken haben.“ Es ist den Veranstaltern wichtig, dass erfahrene Unternehmen genauso von der Messe profitieren wie Jungunternehmer: „Am neuen deGUT-Programm gefällt mir besonders, dass wir auch Angebote für Unternehmen im Programm haben, die die eigentliche Gründungsphase bereits hinter sich haben“, betont der Vorsitzende des Vorstandes der IBB, Professor Dr. Dieter Puchta.

Hamburger Innotech-Preis 2009

Noch bis Mitte März können sich Existenzgründer für den Hamburger Innotech-Preis 2009 bewerben. Der Preis wird in Kooperation mit der KfW Mittelstandsbank gemeinsam vom hit-Technopark und dem Hamburger Existenzgründungs Programm HEP verliehen. Zu gewinnen gibt es Geld- und Sachpreise. So ist der erste Preis mit 3000 Euro dotiert, der zweite und dritte Gewinner erhält jeweils einen exklusiven “INNOTECH-Koffer”, der mit wertvollen Sachpreisen gefüllt ist, die den Weg in die Selbstständigkeit erleichtern. Unter anderem finden sich hier Gutscheine für die Entwicklung eines Corporate Designs, die Erstellung von Flyern und Briefpapier, die professionelle Erarbeitung von AGBs, Mietwagen und die Teilnahme an für die Gründung hilfreichen Seminaren.

Der Hamburger Innotech-Preis wird jährlich vergeben und versteht sich als langfristiges Projekt zur Förderung von innovativen Geschäftsideen aus den Bereichen Technologie und Unternehmensdienstleistung. Zugelassen sind Unternehmer aus Hamburg und Umgebung. Die Bewerbung ist noch bis zum 15. März 2009 möglich. Also jetzt noch schnell bewerben und mit etwas Glück und guten Ideen wertvolle Preise gewinnen!

“Wir wollen potenziellen Unternehmern ihre Entscheidung zur Gründung erleichtern, ihnen in den ersten wichtigen Jahren der Selbstständigkeit zur Seite stehen und sie aktiv unterstützen”, geben die Initiatoren Dr. Helmut Thamer von Hamburg Innovation und Wolfram Birkel vom hit-Technopark als Grund für ihr Engagement an.

Mein Weg in die Selbstständigkeit: Ich bin Firma!

Da bin ich wieder mit meiner Serie zu meiner eigenen Selbstständigkeit. Na, das ging ja schneller als in meinen schlimmsten Erwartungen befürchtet. Aber von vorn.

Am Donnerstag war ich bei meiner Arbeitsvermittlerin in der Agentur für Arbeit. Ich teilte ihr mit, dass ich zukünftig freiberuflich arbeiten möchte und sie atmete erleichtert auf. Sie hatte wohl befürchtet, dass sie nun wieder eine arbeitslose Akademikerin vermitteln muss.

Nun ja, also druckte sie mir den Antrag auf Existenzgründungszuschuss aus und sagte mit auch gleich, wieviel ich in den nächsten neun Monaten vom Amt dazu bekomme. Außerdem könne ich mich freiwillig in der Arbeitslosenversicherung weiterversichern. Damit, falls es nicht klappen sollte, ich zumindest einen Anspruch auf ALG I habe und nicht Hartz IV beantragen müsste.

Nach einer knappen halben Stunde war alles vorbei und ich verließ pfeifend das Arbeitsamt. Die vor der Tür Wartenden schauten mich skeptisch an – kommt wohl nicht so oft vor.  Und dann packte mich der Übermut. Nachdem ich das Arbeitsamt so schnell hinter mich gebracht hatte, machte ich mich auf zum Finanzamt, um Nägel mit Köpfen zu machen.

Nun, es war nicht ganz einfach, aber ich lasse mich ja nicht abwimmeln. Ich füllte also den Erfassungsbogen aus, kopierte die notwendigen Unterlagen, gab das Ganze ab und nach knapp einer Stunde inklusive Besuch im nahegelegenen Supermarkt zwecks Geldwechselung für den Münzkopierer war ich eine Firma.

Es gibt ja eine Menge Stolpersteine in diesem Bogen, ich werfe mal die Stichworte Kleinunternehmerregelung, Ist- oder Soll-Versteuerung und erwarteter Umsatz in die Runde. Aber mit diesen werde ich mich später ausführlich beschäftigen.

Amwichtigsten ist jetzt, dass ich für meine jetzt schon erbrachten Leistungen endlich gültige Rechnungen stellen kann. Und damit das Leben als Freiberuflerin nun wirklich begonnen hat. Sicherlich gibt es noch einige Hürden zu überwinden, aber bis hierhin habe ich es geschafft, also schaffe ich es auch weiter. Ich halte Sie auf dem Laufenden, versprochen!

Gründerstories: Jutta Könen

Jutta Könen war so freundlich, uns die Gründerstory zu ihrer Firma Ofitel zu überlassen. Hier ist sie:

Jetzt oder nie dachte ich mir, als sich mein 40. Geburtstag näherte. Als Fremdsprachensekretärin habe ich viel erlebt und erreicht; ich habe in Düsseldorf, Stuttgart, München und London für internationale Firmen gearbeitet und sehr gut verdient. Das Arbeiten machte mir aber nach 19 Jahren immer weniger Spaß. Ewige Routine, Abhängigkeit vom Chef und das Gefühl, nichts wirklich Sinnvolles zu tun machte mich sehr unzufrieden. Trotzdem fiel es nicht leicht, diese Sicherheit gegen eine ungewisse Zukunft als Unternehmerin einzutauschen.

Meine Idee hielt ich für sehr gut: einen deutsch- und englischsprachigen Telefonservice mit angeschlossenem Büroservice. Der Unternehmer kann sein Telefon über eine Anrufweiterschaltung zu mir umleiten, und ich betreue seine Anrufer wie eine festangestellte Mitarbeiterin. Ich agiere als seine externe Sekretärin, was viel preiswerter ist. Darüber hinaus helfe ich meinen Kunden bei der Korrespondenz, Marketingaktionen, Auftragsannahme sowie Termin- und Reiseplanung. Mit der Bezeichnung ofitel - office, telephone & travel management wollte ich meine Zweisprachigkeit betonen.

Der bürokratische Aufwand war sehr überschaubar. Ich habe ein Gewerbe angemeldet und mich für die Form der Einzelunternehmung entschieden. Auf einen Eintrag in das Handelsregister habe ich verzichtet, da das höhere Kosten für die Bilanzierung bedeutet hätte. Sehr positiv empfand ich die unzähligen Netzwerke. Als Gründer findet man überall Informationen und passende Hilfestellungen.

Ich musste bei Null anfangen. Kontakte hatte ich zwar viele, allerdings nur zu Angestellten in gehobenen Positionen, die sicher kein Interesse an einem Sekretariatsservice haben würden. Kreativität war gefragt. Ein Name, eine Internetseite und die technischen Voraussetzungen mussten geschaffen werden. Dafür habe ich mir viel Zeit genommen. Ich genoss - und das tue ich auch heute noch - das Unternehmertum. Endlich frei zu sein, um die eigenen Ideen zu verwirklichen, machte mir Spaß. Hochzufrieden mit mir und der Welt passierte - erst mal gar nichts. Der Anfang war hart. Niemand kannte mich, keiner rief an, kein Kunde in Sicht. Morgens fragte ich mich manchmal, warum ich eigentlich so zeitig aufstehe, wenn ja doch nichts passiert. Man muss sich immer wieder motivieren. Ich warb in Zeitungen, im Internet, mailte und telefonierte, um meine Dienstleistung zu verkaufen. Im Laufe der Zeit wurde man auf mich aufmerksam. Fast alle Kunden haben mich über das Internet gefunden. Die Kunden und ihre Wünsche sind ganz unterschiedlich. Für eine Pharmafirma nehme ich Bestellungen entgegen, ich betreue die Mitglieder eines internationalen Marketingnetzwerks, bin die persönliche Assistentin eines Unternehmensberaters, texte Briefe für eine niederländische Firma und korrigiere Internetseiten für Existenzgründer. Eine sehr abwechslungsreiche und zufriedenstellende Arbeit. Und das obwohl ich mich genau in meinem Bereich selbstständig gemacht habe. Es ist eben etwas komplett anderes, wenn man selbst für seine Einnahmen verantwortlich ist. Die Ideen gehen mir nie aus.

Fairerweise muss ich sagen, dass ich auf Grund meiner Ersparnisse keinen Kredit aufnehmen musste, was mittlerweile ja immer schwerer wird. Außerdem hält sich der Kapitalbedarf in Grenzen. Ohne ausreichende Reserven sollte man sich den Schritt in die Selbstständigkeit meiner Meinung nach doppelt gut überlegen. Die Konkurrenz ist in vielen Bereichen sehr groß und es ist nicht leicht, sich als Neuling zu behaupten.

Allen, die den Schritt wagen, wünsche ich viel Glück und Erfolg. Bei Fragen helfe ich gerne, wenn ich kann.

Mein Weg in die Selbstständigkeit: Es wird ernst

Ich hatte ja versprochen, dass ich in loser Folge meine eigene Existenzgründung dokumentieren werde. Heute ist es soweit. Die erste offizielle Folge ist da.

Da ich mein Geschäft aus der Arbeitslosigkeit mit ALG I gründe, ist die erste Hürde der Antrag auf eben dieses Arbeitslosengeld. Denn von irgendetwas muss der Mensch ja leben. Also ging ich brav zwei Tage nach meiner Kündigung zum Amt, um mich arbeitslos zu melden. Hier erwartete mich der übliche Papierkrieg. Zumindest ist es beim ALG I nicht mal ein Viertel dessen, was es für den Antrag auf ALG II  (besser bekannt als Hartz IV) braucht.

Das größte Problem bei den einzureichenden Papieren sind die Arbeitsnachweise von ehemaligen Arbetgebern. Wenn man in den letzten Jahren nur einen hatte: sehr gut. Ich bin ein Jobhopper und brauchte daher drei Nachweise. Und wie es immer so ist: zwei kamen prompt zurück. Nur der dritte ließ auf sich warten.

Nun, ich bin ja geduldig. Es gab auch viel zu tun, das Gehalt für November brachte mich über den Dezember, Weihnachtsvorbereitungen…. Nach rund einem Monat war dann aber auch mein Geduldsfaden gerissen. Also hab ich Druck gemacht. Und siehe da: die letzte Arbeitsbescheinigung kam.

Hat man alle Papiere zusammen, darf man sich einen Termin zur Antragsabgabe holen. Also rief ich Mitte Januar frischen Mutes die angegebene, kostenpflichtige, Nummer an. Der nette Mann am anderen Ende wollte mich offenbar auf den Arm nehmen. Denn seine Worte waren: “Der nächste freie Termin wäre dann am 9. Februar.”

Wir einigten uns darauf, dass ich angerufen würde, falls ein früherer Termin verfügbar wäre und tatsächlich: am nächsten Morgen um 8 (!) bekam ich einen Anruf vom Amt. Ich könnte schon am 27. Januar kommen. Und es geschehen tatsächlich noch Zeichen und Wunder. Innerhalb von 15 Minuten war die Antragsabgabe inklusive Fragen und Smalltalk gegessen. In einem deutschen Amt!

Heute folgt dann der nächste Schritt: das Gespräch mit der Arbeitsvermittlerin, die mir hoffentlich die brennendsten Fragen zur Förderung und dem gesamten Prozedere beantworten kann. Denn die Zeit bis hierher habe ich ziemlich produktiv genutzt: noch bevor ich mich tatsächlich gegründet habe, bin ich schon ausgebucht. Nicht schlecht, oder?

Gründerstories: Gerold Klenke

Über Gerold Klenke haben wir schon berichtet. Besser gesagt, wir haben ihn selbst berichten lassen. Herr Klenke hat sich mit einem Büroservice selbstständig gemacht. Anfangs Einzelunternehmer, kam er nach kurzer Zeit zu einer Praktikantin, einer Grafikdesignerin. Bald beschlossen sie, zusammen zu arbeiten. Seine Erfahrungen auf dem Weg in die Selbstständigkeit hat Gerold Klenke als einer der ersten auf einer Internetseite zusammengefasst und veröffentlicht.

Denn ziemlich schnell fiel ihm auf, dass genau so etwas bis dato fehlte. Inzwischen ist die Seite neu gestaltet und bietet neben Klenkes Erfahrungen auch sehr hilfreiche Links. Außerdem kann man nachlesen, auf welchen Stationen der Büroservice Klenke entstand und wie lange jeder Schritt gedauert hat.

Gerold Klenke hat sich für die Planung der Gründung sehr viel Zeit genommen. Das ist wichtig, denn ein überhastet gestartetes Unternehmen hat am Markt auf Dauer keine echte Chance. Wie heißt es so schön in der Werbung? Das “schnelle Geld” heißt so, weil es schnell weg ist. Sicher kann man mit einigen Ideen sehr schnell an Geld kommen. Es besteht aber immer die Gefahr, dass eine anfangs lukrative Idee den Markt schnell verpasst und dann steigen die Kosten ins Unermessliche und der Umsatz bleibt aus.

Für eine Gründung, wie Gerold Klenke sie durchgeführt hat, war es wichtig, das Geschäft langsam aufzubauen. Denn gerade die Branche, in der er arbeitet, also Büroablagen und Ordnungen, erfordert Vertrauen des Kunden. Dieses Vertrauen wird nicht im Voraus bezahlt, dieses Vertrauen muss man sich erarbeiten. Nur dann wird man weiterempfohlen und bekommt von anderen Kunden auch Vertrauen. Die momentane Finanzkrise zeigt sehr deutlich, was passiert, wenn sich alles nur um das schnelle Geld geht.

Gerold Klenke ist seit 2004 selbstständig und hat sein Angebot inzwischen um Computerkurse und Marketing und Werbung erweitert. Sieben freie Mitarbeiter gehören zum festen Stamm seiner Firma. Er ist erfolgreich und immer noch am Markt. Er hat es richtig gemacht, denn er hat für seinen Erfolg hart gearbeitet und ist offen für Neues geblieben. Und daher empfehlen wir Ihnen, sehr geehrte Existenzgründer, diese Seite. Es lohnt sich.

Wenn auch Sie in unseren Gründerstories einen Platz an der Tafel verdient haben, nehmen Sie Kontakt zu uns auf: juliane@ixpro.de

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