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Mein Weg in die Selbstständigkeit: Es wird ernst

Geschrieben am Januar 29, 2009 
abgelegt unter: Allgemein, Förderung

Ich hatte ja versprochen, dass ich in loser Folge meine eigene Existenzgründung dokumentieren werde. Heute ist es soweit. Die erste offizielle Folge ist da.

Da ich mein Geschäft aus der Arbeitslosigkeit mit ALG I gründe, ist die erste Hürde der Antrag auf eben dieses Arbeitslosengeld. Denn von irgendetwas muss der Mensch ja leben. Also ging ich brav zwei Tage nach meiner Kündigung zum Amt, um mich arbeitslos zu melden. Hier erwartete mich der übliche Papierkrieg. Zumindest ist es beim ALG I nicht mal ein Viertel dessen, was es für den Antrag auf ALG II (besser bekannt als Hartz IV) braucht.

Das größte Problem bei den einzureichenden Papieren sind die Arbeitsnachweise von ehemaligen Arbetgebern. Wenn man in den letzten Jahren nur einen hatte: sehr gut. Ich bin ein Jobhopper und brauchte daher drei Nachweise. Und wie es immer so ist: zwei kamen prompt zurück. Nur der dritte ließ auf sich warten.

Nun, ich bin ja geduldig. Es gab auch viel zu tun, das Gehalt für November brachte mich über den Dezember, Weihnachtsvorbereitungen…. Nach rund einem Monat war dann aber auch mein Geduldsfaden gerissen. Also hab ich Druck gemacht. Und siehe da: die letzte Arbeitsbescheinigung kam.

Hat man alle Papiere zusammen, darf man sich einen Termin zur Antragsabgabe holen. Also rief ich Mitte Januar frischen Mutes die angegebene, kostenpflichtige, Nummer an. Der nette Mann am anderen Ende wollte mich offenbar auf den Arm nehmen. Denn seine Worte waren: „Der nächste freie Termin wäre dann am 9. Februar.“

Wir einigten uns darauf, dass ich angerufen würde, falls ein früherer Termin verfügbar wäre und tatsächlich: am nächsten Morgen um 8 (!) bekam ich einen Anruf vom Amt. Ich könnte schon am 27. Januar kommen. Und es geschehen tatsächlich noch Zeichen und Wunder. Innerhalb von 15 Minuten war die Antragsabgabe inklusive Fragen und Smalltalk gegessen. In einem deutschen Amt!

Heute folgt dann der nächste Schritt: das Gespräch mit der Arbeitsvermittlerin, die mir hoffentlich die brennendsten Fragen zur Förderung und dem gesamten Prozedere beantworten kann. Denn die Zeit bis hierher habe ich ziemlich produktiv genutzt: noch bevor ich mich tatsächlich gegründet habe, bin ich schon ausgebucht. Nicht schlecht, oder?

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juliane



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