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Kosten senken in Startup-Unternehmen

Geschrieben am Oktober 20, 2020 
abgelegt unter: Finanzen, startups

In einem Start-up-Unternehmen fallen vor allem zu Beginn der Gründerphase hohe Investitionskosten an. Zudem müssen junge Unternehmen auch eine ganze Reihe von laufenden Kosten decken, sodass die Finanzierung des Unternehmens schnell in Gefahr geraten kann. Aber wie können Start-ups ihre Kosten möglichst gering halten und was muss beachtet werden, bevor eine etwaige Reduzierung stattfindet?

Warum sind für Start-ups insbesondere die laufenden Kosten meist ein Problem?

Die liquiden Mittel sind bei den meisten Start-up-Unternehmen stark begrenzt. Wenn sich eine Idee oder ein bestimmtes Produkt erst noch auf dem Markt etablieren muss, sind die Finanzmittel in der Regel etwas, das nur selten im Überfluss vorhanden ist, sodass zahlreiche junge Unternehmen durch signifikante Geldprobleme zum Scheitern verurteilt sind. Diese werden in den meisten Fällen nicht nur durch eine unzureichende Finanzplanung verursacht, sondern auch durch die laufenden Kosten. Es handelt sich dabei nicht nur um die Aufwendungen für die Räumlichkeiten und die technische Ausstattung des Unternehmens, sondern natürlich muss auch eine effektive Marketingstrategie entwickelt werden, es gilt eine Internetpräsenz zu erstellen und auch ein Firmenwagen ist oft notwendig. Die Ursache vieler Finanzierungsprobleme von jungen Start-ups ist nicht selten in einer unzureichenden oder falschen Finanzplanung zu finden.

Warum ist es wichtig für Startups die Kosten möglichst gering zu halten?

Das Anmieten von Büroräumen oder Lagerhallen, die Erstellung einer guten Marketingstrategie, die technischen Geräte, die für einen reibungslosen Betriebsablauf sorgen – all diese Kostenfaktoren sind vor allem für junge Start-up-Unternehmen unausweichliche Investitionskosten, bei denen nur wenig Potenzial für Einsparungen geboten wird. Es handelt sich um Kostenpunkte, die ein Gründer investieren und tragen muss, damit er auf dem hart umkämpften Markt überhaupt eine Chance hat, sich gegen die große Konkurrenz durchzusetzen. Da vor allem in der Gründerphase meist nur sehr überschaubare Gewinne erzielt werden, ist es wichtig, die laufenden Kosten möglichst gering zu halten.

In welchen Bereich entstehen dabei am häufigsten Kosten?

Je nach Größe und Art des Start-ups können in der Gründerphase unterschiedliche Kosten anfallen. Zunächst wären da zunächst die Personalkosten, die bereits von Anfang an mit einkalkuliert werden müssen. Selbst wenn keine Mitarbeiter eingestellt werden sollen, muss zumindest der Lohn des Gründers einen Teil der Finanzplanung ausmachen. Zudem müssen Selbstständige auch die Haftpflicht-, Arbeitslosen-, Renten- und Krankenversicherung aus eigener Tasche zahlen, sodass hier ein weiterer signifikanter Kostenpunkt entsteht. Eine große Kostenstelle sind weiterhin Steuern und Gebühren, wie Kontoführungsgebühren, Körperschaftssteuer, Gewerbe- und Einkommenssteuer, IHK-Gebühren und Kirchensteuer. Auch diese Kostenfaktoren dürfen auf keinen Fall in der Preiskalkulation vernachlässigt werden. Nicht zu vergessen sind die sonstigen Kosten für Kleinigkeiten, die je nach Art des Unternehmens unterschiedlich ausfallen. So müssen Investitionskosten für den Bürobedarf, die Gewerbeanmeldung, die nötigen Softwarelizenzen und Fahrtkosten ebenso berücksichtigt werden, wie Telefon- und Internetkosten oder Beiträge für Server und/oder Domain.

Mit welchen Maßnahmen lassen sich unnötige Kostenstellen identifizieren und nachhaltig reduzieren?

Für ein Start-up ist es wichtig, sowohl auf die Produktionsabläufe ein genaues Augenmerk als auch auf die Verwaltung zu legen. Hier entstehen nämlich mitunter besonders hohe Kosten, die teilweise sogar unbemerkt bleiben. So lassen sich beispielsweise durch intelligente Steuerungssysteme für Heizung und Klimaanlagen signifikant hohe Kosten sparen. Eine weitere sinnvolle Maßnahme ist es, die anfallenden Druckkosten zu prüfen, um so gegebenenfalls den Tinten- und Papierverbrauch zu reduzieren. Ein großes Einsparpotential bietet in diesem Zusammenhang auch die Digitalisierung von Dokumenten, denn die Druckkosten lassen sich durch die Erstellung von PDFs und ähnlichen Formaten erheblich senken. Aber auch bei den aktuellen Internet- und Telefonkosten kann ein Start-up oft bares Geld sparen. Vor allem, wenn häufig geschäftliche Gespräche mit ausländischen Geschäftspartnern geführt werden müssen, sollte unbedingt ein entsprechender Auslandstarif abgeschlossen werden, damit es nicht zu horrenden Rechnungen kommt.

Was muss bei der Kostenreduzierung beachtet werden und warum muss sichergestellt werden, ob sich die Einsparungen nicht sogar negativ auswirken?

Auch wenn die oben genannten Einsparungen das Firmenkapital positiv beeinflussen, ist es denkbar, dass hierdurch die Produktivität oder Qualität des Start-up-Unternehmens beeinträchtigt wird. Vor allem produzierende Betriebe müssen darauf achten, dass die Qualitätsmerkmale der Firma nicht leiden müssen, indem beispielsweise billigere Materialien eingesetzt werden. Besonders unbekannte Zulieferer aus Fernost sind bekannt dafür, qualitativ minderwertige Produkte anzubieten. Wer solche Einsparungen tätigen möchte, muss sicherstellen, dass in der Folge nicht auch die eigene Reputation beschädigt wird. Deshalb muss stets sichergestellt werden, dass das Start-up einen optimalen Kompromiss zwischen den Einsparungen und der Qualität findet.

Schlussbemerkung

Damit Start-ups eine effektive und nachhaltige Kostenersparnis erzielen können, müssen im Vorfeld alle Vor- und Nachteile bedacht werden. Es ist wichtig, dass die Einsparungen nicht zulasten der eigenen Qualität gehen. Schon kleinere Kostenreduzierungen, wie etwa die Senkung der Verwaltungskosten, haben für junge Unternehmen oft schon eine äußerst positive Wirkung.

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Redaktion




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