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Traumwagen oder Transportgefährt finanzieren

Geschrieben am Mai 16, 2013 
abgelegt unter: Finanzierung

Neufahrzeug oder Gebrauchtfahrzeug

In der heutigen Zeit ist es fast unerlässlich einen gewissen Mobilitätsgrad aufzuweisen, um den privaten und/oder beruflichen Alltag zu bewerkstelligen.

Selten wird ein Auto aus angesparten Geldmitteln durch komplette direkte Zahlung gekauft. Die Gründe dafür liegen einerseits in den relativ hohen Anschaffungskosten für einen PKW, andererseits an der Notwendigkeit schon zu Beginn des Berufslebens, wo noch keine Ansparungen erfolgen konnten, ein Auto zu benötigen bis hin zum schlichten Argument, immer flexibel sein zu wollen.

Der Markt ist hier sehr vielfältig und bietet unterschiedliche Fahrzeugfinanzierungsmodelle, aus welchen der Kunde wählen kann.

Eigentum/Besitz oder nur Nutzen

Bei der Anschaffung eines Fahrzeuges sollte man sich zunächst die entscheidende Frage stellen, soll das Fahrzeug nach der Finanzierung ins Eigentum übergehen soll oder das Fahrzeug nur genutzt und nach der Nutzungszeit wieder abgeben werden soll. Auch ist es entscheident, ob das Fahrzeug beim Neuwagenhändler oder Gebrauchtwagenhändler erworben wird. Insbesondere beim Gebrauchtwagenhändler ist der Käufer gern als Barzahler gesehen.

Neben dem klassischen Ratenkauf über den Händler bzw. eine Bank des Fahrzeugherstellers oder Hausbank/Direktbank kommen Formen, wie Leasing oder Mobilitätspakete zum Tragen; aber auch modifizierte Ratenkaufmodelle mit Rücknahmeangeboten der Händler. Ausführliche Informationen zu verschiedenen Finanzierungsformen sind auf  autokredit.net zu finden.

Beispiele für Finanzierungsformen

Ratenkauf/-finanzierung:

Eine Bank, Hausbank/Direktbank/Herstellerbank, gewährt dem Autokäufer ein Darlehen (Ratenkredit), mit welchem er den Kauf des Fahrzeugs ganz oder teilweise finanzieren kann. Mit dem Darlehen wird das Fahrzeug erworben. Die Rückzahlung erfolgt in monatlichen Raten, wobei die Höhe und Anzahl der zu entrichtenden Ratenzahlung vom Kaufpreis und der Laufzeit des Darlehensvertrages sowie den Zinsen und Nebenkosten des Darlehens abhängig ist. Der Ratenkauf ist insbesondere für Käufer interessant, die auf lange Sicht, nach Rückzahlung des Darlehens, Eigentümer des Autos werden wollen.

Mehr-Wege-Finanzierung

Dies Finanzierungsart ist auch als sogenannte „Drei-Wege-Finanzierung“ bekannt. In der Regel ist eine variable Anzahlung und monatliche Raten fällig. Jedoch, und dies ist die Besonderheit, kann der Finanzierer/Käufer am Ende der Finazierungszeit bzw. Laufzeit des Vertrages die Entscheidung treffen, ob er das Fahrzeug behalten oder zurückgeben möchte. Im Falle der Entscheidung für den endgültigen Erwerb des Fahrzeugs muss der Käufer die noch offene Schlussrate, welche in der Regel dem bei Vertragsbeginn kalkulierten Restwert des Fahrzeuges entspricht, entrichten oder durch eine Anschlussfinanzierung einer weiteren Finanzierung zuführen. Vorteilhaft an dieser Finanzierungsvariante ist, dass die monatlichen Raten recht gering ausfallen und eine Entscheidung für den endgültigen Erwerb erst am Ende der Vertragslaufzeit getroffen werden muss.

Leasing

Diese Finanzierungsart (zivilrechtlich ein Nutzungsüberlassungsvertrag oder ein atypischer Mietvertrag, wo der Wertverlust finanziert wird und nicht der Kaufpreis) ist vor allem für Unternehmer interessant, weil hier Kapital geschont wird und die Liquidität des Unternehmens gefördert wird. Durch Auto-Leasing kommen Sie regelmäßig in den Genuss eines neuen Fahrzeugs; aber es ist auch möglich Gebrauchtwagen zu leasen. Interessant ist für Unternehmer, dass bilanzneutral investiert wird und die Leasing-Raten für Geschäftsfahrzeuge als Betriebsausgaben steuerlich geltend gemacht werden können. Positiver Nebeneffekt ist, dass mit den gesparten Steuern die Eigenkapitalquote und damit auch die wirtschaftliche Sicherheit erhöht wird. Dabei wird das Auto nicht gekauft, sondern gemietet. Deshalb finanziert der Kunde den Wertverlust und nicht den Kaufpreis. Ferner erscheint das Leasingobjekt nicht in der Bilanz der Firma. Am Ende der Vertragslaufzeit wird das Fahrzeug an den Leasinggeber zurückgegeben.

Mobilitätspakete

Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich sogenannte Mobilitätspakete, welche den Vorteil haben, dass die Gesamtkosten, wie Anschaffungskosten und Unterhaltskosten, wie Versicherungen, Steuern und Wartung auch im Finanzierungsposten enthalten sind. Diese Form der Finanzierung wird meist durch die Banken der Autohersteller angeboten. Diese Finanzierungsform ist empfehlenswert für Kunden, die flexibel bleiben wollen und die Kosten klar, strukturiert und überschaubar haben wollen. Ferner sind die Vertragslaufzeiten relativ kurz.

Schlussendlich muss festgestellt werden, dass je nach Bedarf und Anforderungsprofil des Kunden eine Finanzierungsvariante gefunden werden kann, die passgenau zugeschnitten werden kann.

Uwe Merten

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Uwe Merten

Ass. jur. Uwe Merten studierte - nach erfolgreicher landwirtschaftlicher und kaufmännischer Ausbildung - Rechtswissenschaften an der Juristischen Fakultät der Humboldt Universität zu Berlin und absolvierte sein Referendariat in Brandenburg. Hiernach arbeitete er langjährig als Rechtsanwalt; überwiegend in seiner eigenen Kanzlei. Nunmehr ist er als Justiziar in der freien Wirtschaft tätig. Neben seiner beruflichen Tätigkeit, setzt er sich fachlich mit den Voraussetzungen, Grundlagen und Problemen der Existenzgründung und Unternehmensführung sowie Stabilisierung auseinander.



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