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Firmenbörsen als „Fundgrube“ für Existenzgründer

Geschrieben am November 26, 2011 
abgelegt unter: Tipps und Tricks

Wir alle kennen die Situation, dass ein alteingesessenes Geschäft in der Stadt für immer schließt. Der Laden wird geräumt, die Schaufenster verhängt. Die Inhaber haben keinen Unternehmensnachfolger gefunden, heißt es dann, mussten am Ende aufgeben und das Geschäft schließen. Doch es geht auch anders.

Bei dieser Situation handelt es sich nicht um Einzelfälle, wie erst kürzlich der DIHK in seiner Studie zur Unternehmensnachfolge  2011 feststellte. Danach hat rund ein Drittel der Unternehmer Probleme, einen passenden Unternehmensnachfolger zu finden. Im Jahr 2010 mussten daher rund 1.800 Betriebe aufgeben, rund 23.000 Arbeitsplätze gingen verloren.

Was aus Sicht des betroffenen Unternehmers das unglückliche Ende einer langen unternehmerischen Karriere ist, kann für Existenzgründer eine spannende Chance darstellen.  Denn der Gründungsboom in Deutschland ist ungebrochen. Viele gut ausgebildete und engagierte junge Leute denken über den Schritt in die Selbstständigkeit nach.  So wurden im Jahr 2010 über 450.000 Unternehmen, davon rund 305.000 Kleinunternehmen, gegründet. Für viele dieser Gründer wäre es bestimmt eine interessante Alternative gewesen, eine bestehende Firma zu übernehmen, anstelle selber mühsam eine zu gründen.

Warum finden Existenzgründer so schwer Betriebe zur Übernahme?

Wie kommt es dazu, dass Existenzgründer so selten eine Unternehmensübernahme durchführen, obwohl sie eigentlich Interesse hätten? Warum finden Sie keine passenden Unternehmensnachfolge Angebote?

Die Intransparenz des Marktes für Unternehmensverkäufe ist eine mögliche Ursache, stellt das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) 2008 in einer Studie über das „Zusammenfinden von Übergebern und Übernehmern“ fest. In der Praxis erfahren Unternehmensgründer dadurch nur selten von Unternehmen, die zum Kauf angeboten werden.

Die Intransparenz erschwert es auch der Verkäuferseite, zum richtigen Zeitpunkt potentielle Unternehmensnachfolger zu finden. Die Einschaltung von Maklern oder spezialisierten Vermittlern wird von den Verkäufern aus Kostengründen nur ungern vorgenommen. Im Endeffekt erfahren Unternehmensverkäufer und –käufer also schlichtweg nichts voneinander.

Online-Firmenbörsen als Lösung für Unternehmensverkauf

Das Internet spielt bei der Lösung dieses Problems derzeit noch eine nachrangige Rolle. Während es in anderen Bereichen, beispielweise beim Immobilien- oder Autoverkauf, üblich ist, ein Angebot auf einer der spezialisierten Internet-Plattformen zu schalten, ist diese Vorgehensweisen beim Unternehmensverkauf noch die Ausnahme. Damit vergeben Käufer und Verkäufer die Chance, auf einfache Art und Weise eine bundesweite Zielgruppe anzusprechen.

In den USA ist der Markt bereits weiter entwickelt. Dort spiele Portale zum Unternehmensverkauf bereits eine wichtige Rolle beim Verkauf von kleinen und mittleren Unternehmen. Die webbasierten Datenbanken enthalten vielfältige Angebote von Unternehmen zum Kauf in allen Branchen und Landesteilen. Über die Website  können die Verkäufer gleich kontaktiert werden.

Damit haben es Existenzgründer in den USA viel einfacher, um schnell und einfach eine passende Firma zum Kauf zu finden.

Webbasierte Firmenbörsen in Deutschland

Auch in Deutschland ist jüngst Bewegung in den Markt gekommen. Neben den öffentlich-rechtlichen Angeboten der Kammern gewinnen spezialisierte private Portale wie firmundo.de an Bedeutung. Auf den Firmenbörsen ist mittlerweile ein großes Angebot an Unternehmen zum Kauf verfügbar. Die Präsentation ist ansprechend mit Exposé, Kurzbeschreibung und oft auch Fotos und Standortangabe. Die meisten Datenbanken sind frei und ohne Voranmeldung zugänglich. Kosten fallen nur für den Inserenten an, insbesondere verlangen die meisten Firmenbörsen keine Verkaufsprovision bei erfolgreichem Unternehmensverkauf.

Wenn Sie den Schritt in die Selbstständigkeit planen, sollten Sie auch über die Alternative „Unternehmenskauf“ nachdenken. Das regelmäßige Durchchecken einer Firmenbörse im Internet hilft dabei, ein passendes Angebot zur Unternehmensnachfolge zu finden. Damit können Sie den Start als Unternehmer(in) deutlich erleichtern.

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Stefan Kuntze

Stefan Kuntze studierte Angewandte Informatik und beschäftigt sich seit dieser Zeit mit dem Thema Online Marketing. 2005 gründete er die Berliner SEO Agentur BitBiz , welche sich auf die Betreuung von kleinen und mittelständigen Unternehmen spezialisiert hat. In diesem Zusammenhang kommt er regelmäßig mit Themen der Existenzgründung und Selbständigkeit in Berührung.



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Kommentare

One Response to “Firmenbörsen als „Fundgrube“ für Existenzgründer”

  1. Businessplantage on Februar 18th, 2012 19:47

    Danke für den interessanten Artikel. Firmennachfolge ist wirklich ein spannendes Thema. Es gibt zwar auch einige Existenzgründer die sich damit ziemlich deutlich in die Nesseln gesetzt haben, aber grundsätzlich keine schlechte Sache. Es hängt halt davon ab wie sehr sich der neue Besitzer mit dem zukünftigen Unternehmen, desse Zahlen und vor allem dessen Markt auseinander setzt.
    Ich würde es so beschreiben: Hier lauern riesige Chancen, also ist natürlich wie immer Vorsicht geboten! 😉

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