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Konjunktureller Aufschwung in Deutschland


konjunkturelle Aufschwung setzt sich in diesem Jahr dynamisch fort

Heute fanden unter Federführung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie die abschließenden Beratungen des interministeriellen Arbeitskreises "Gesamtwirtschaftliche Vorausschätzungen" statt.

Damit stehen die gesamtwirtschaftlichen Eckwerte der Herbstprojektion der Bundesregierung für die Jahre 2006 und 2007 fest. Diese bilden die Grundlage für die Steuerschätzung am 2. und 3. November 2006 sowie für die Beratungen im Finanzplanungsrat. Als gemeinsamer Orientierungsrahmen dienen sie in erster Linie der Aufstellung der öffentlichen Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen.

Die Bundesregierung geht in ihrer Herbstprojektion - wie auch die Forschungsinstitute in ihrer jüngst vorgelegten Gemeinschaftsdiagnose - davon aus, dass sich der konjunkturelle Aufschwung in diesem Jahr dynamisch fortsetzt. Die Konsolidierungsmaßnahmen, die im kommenden Jahr zu einer vorübergehenden Abschwächung führen, sind auf dieser Basis gut verkraftbar.

Für das Jahr 2006 rechnet die Bundesregierung mit einem Zuwachs des BIP von real knapp 2,5 Prozent (gerechnet 2,3 %). Im kommenden Jahr wird ein Wachstum von jahresdurchschnittlich rund 1,5 Prozent (gerechnet 1,4 %) erwartet. Dieser Einschätzung liegt zugrunde, dass die weltwirtschaftliche Dynamik im Projektionszeitraum weiterhin kräftig bleibt, wenngleich im kommenden Jahr etwas weniger als 2006.

Das Wachstum wird in diesem Jahr weiterhin von den außenwirtschaftlichen Impulsen getragen, die binnenwirtschaftlichen Auftriebskräfte nehmen zu - insbesondere bei der Investitionstätigkeit und dem privaten Konsum. Nach der Konsumschwäche in den vergangenen Jahren trägt der private Konsum erstmals wieder zum Wachstum bei. Die konjunkturelle Belebung gewinnt damit an Breite und steht zunehmend wieder auf zwei Beinen. Das Wachstums- und Impulsprogramm der Bundesregierung hat die Aufwärtsbewegung verstärkt und wirkt weiter. Damit verbreitert sich die Basis für die konjunkturelle Belebung. Diese Einschätzung wird auch von den Forschungsinstituten vertreten und durch die Entwicklung wichtiger Konjunkturindikatoren sowie Umfrageergebnisse bestätigt.

Im kommenden Jahr dürfte das reale Wirtschaftswachstum dann voraussichtlich etwas schwächer zulegen. Ein Grund dafür ist der Wegfall einiger Sonderfaktoren, die in diesem Jahr das Wirtschaftswachstum zusätzlich angeregt haben. Das geringere Wachstum dürfte aber trotz der Erhöhung des allgemeinen Satzes der Umsatzsteuer nur vorübergehend sein. Langfristig verbessern das Wachstums- und Impulsprogramm der Bundesregierung sowie die Haushaltskonsolidierung die Wachstumsbedingungen der deutschen Volkswirtschaft.

Auf dem Arbeitsmarkt haben wir das Schwierigste überstanden. Die positiven Nachrichten aus Nürnberg bestätigen dies. Im Jahresverlauf hat das zunehmende Wirtschaftswachstum zu einem spürbaren Rückgang der Zahl der Arbeitslosen und einer Zunahme der Beschäftigung geführt. Für den Jahresdurchschnitt erwartet die Bundesregierung rund 325 000 Arbeitslose weniger als im vergangenen Jahr, d.h. 4,54 Mio. Personen. Im kommenden Jahr dürfte sich die Zahl der Arbeitslosen nochmals um rund 200 000 auf 4,34 Mio. Personen verringern. Wir erwarten im Jahresdurchschnitt 2006 einen Anstieg der Zahl der Erwerbstätigen insgesamt um rund 230 000 Personen und im kommenden Jahr um rund 220 000 Personen.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos: "Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem kräftigen Aufschwung. Das besonders Erfreuliche daran ist: Dieser Aufschwung ist auf dem Arbeitsmarkt spürbar und er gefährdet nicht die Preisstabilität. Die binnenwirtschaftlichen Auftriebskräfte nehmen zu. Die außenwirtschaftlichen Impulse bleiben dabei bestehen."

Bundesminister Glos weiter: "Das Wachstums- und Impulsprogramm der Bundesregierung verstärkt die Aufwärtsbewegung. Die Erhöhung der öffentlichen Investitionen und der Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie die Abschreibungsvergünstigungen stützen die Konjunktur.

Die Trendwende am Arbeitsmarkt stärkt die Kaufkraft und gibt zusätzlichen Auftrieb. Die Wirtschaftsentwicklung wird insgesamt robuster. Sie bleibt auch im nächsten Jahr weiter aufwärtsgerichtet - trotz vorübergehend dämpfender Effekte der Umsatzsteuererhöhung."

Quelle: bmwi 

 
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