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Corona stellt Gastronomen vor Herausforderungen

Geschrieben am Oktober 11, 2020 
abgelegt unter: Aktuell

Nach dem ersten Lockdown im Frühjahr begann sich die Lage für Gastronomiebetriebe im Sommer zu entspannen. Viele Gemeinden erteilten Sondergenehmigungen, damit in Freisitzen und Biergärten die Abstandsregeln eingehalten werden können. Mit der anbrechenden kalten Jahreszeit stehen Gastronomen vor großen Herausforderungen. In vielen Betrieben sind die Innenbereiche nicht ausreichend groß, um einen wirtschaftlichen Betrieb zu ermöglichen.

Anstieg von Ansteckungen prognostiziert

Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2, das seit Frühjahr viele Themen bestimmt, breitet sich seit Spätsommer wieder vermehrt aus. Seit Mitte Juli steigen die Zahlen der Neuinfektionen wieder an.

Dass nun die kalte Jahreshälfte anbricht, scheint nicht unbedingt hilfreich zu sein. Forscher aus Zypern haben gezeigt, dass Speicheltropfen bei niedrigeren Temperaturen und höherer Luftfeuchtigkeit langsamer verdunsten.

Daraus folgt ein höheres Risiko, sich anzustecken, wenn die Tröpfchen im Herbst und Winter langsamer verdunsten. Dass diese Möglichkeit besteht, zeigen auch die Fälle in Schlachthöfen, wo überwiegend niedrige Temperaturen herrschen.

Insbesondere Gastronomiebetriebe stellen Erkenntnisse vor große Herausforderungen: Nachdem sie während des Lockdowns im Frühjahr komplett geschlossen wurden, konnten sie vielerorts dank vergrößerter Außenbereiche im Sommer nahezu einen Regelbetrieb mit Hygienekonzept durchführen.

Probleme für Gastrobetriebe im Herbst und Winter

Für viele Gastronomen stellt sich die Herausforderung, dass die Innenbereiche nicht genügend Gäste aufnehmen können, wenn gleichzeitig die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden sollen. Viele Betriebe verfügen schlicht nicht über genügend Platz, um unter diesen Umständen noch wirtschaftlich zu arbeiten.

Gleichzeitig werden die Temperaturen draußen so niedrig, dass viele Gäste nicht mehr im Freien sitzen möchten. Weil die Gefahr besteht, dass sie stattdessen ganz wegbleiben, hat der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) gefordert, dass die vielerorts geächteten Heizpilze ein Comeback feiern dürfen.

Heizstrahler als Heilsbringer

Gasheizstrahler, die umgangssprachlich auch Heizpilz genannt werden, stehen wegen ihres hohen CO2-Ausstoßes in der Kritik. Nachdem sie sich im Zusammenhang mit den Nichtraucherschutzgesetzen steigender Beliebtheit erfreuten, wurden sie in vielen Gemeinden Deutschlands verboten. Unter anderem in Berlin, Nürnberg und Stuttgart gilt ein Verbot der Wärmequellen.

Damit ein Massensterben in der Gastronomie ausbleibt, werden nun Übergangsregeln gefordert. In manchen Städten, z. B. Tübingen und Hamburg, haben sich die zuständigen Behörden bereits aufgeschlossen gezeigt. Damit soll ein zu starker Rückgang der Besucherzahlen verhindert werden.

Viele Ordnungsämter kommen Gastronomen zudem finanziell entgegen. Aufgrund der Pandemie werden die erforderlichen Sondergenehmigungen für die Nutzung öffentlichen Straßenlandes kostenfrei erteilt.

 

 

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Redaktion




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