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User Experience Ihrer Webseite optimieren

Geschrieben am August 10, 2020 
abgelegt unter: Marketing

Viele Unternehmen nutzen das Internet zur Kundengewinnung und Marketingaktivitäten. Die potenzielle Reichweite ist riesig, allerdings muss sie auch ausgeschöpft werden. Mit Suchmaschinenoptimierung können Unternehmen ihre Reichweite bei potenziellen Kunden und Geschäftspartnern erhöhen. Immer wichtiger wird dabei die Nutzererfahrung. Seit dem neuesten Update des Google-Algorithmus nimmt sie einen größeren Raum in der Bewertung von Webseiten ein. Welche Faktoren eine Rolle spielen und welche Maßnahmen Sie ergreifen können, erfahren Sie hier.

UX – Der Nutzer rückt in den Fokus

Der Begriff Suchmaschinenoptimierung beschreibt, worum es geht: Die eigenen Inhalte im Internet sollen so dargeboten werden, dass sie von Suchmaschinen besonders gut gefunden werden. Immer wichtiger werden dabei die Nutzer – denn schließlich sollen sie auf ein Angebot aufmerksam gemacht werden. Deshalb berücksichtigen Suchmaschinen verstärkt die Nutzererfahrung – auch User Experience oder UX genannt.

Dahinter steckt der Gedanke, dass gute Webseiten eine angenehme Nutzungserfahrung bieten sollen. Je unübersichtlicher, beliebiger und langsamer eine Webseite ist, umso geringer wird die Zufriedenheit am Ende des Besuchs sein.

Daher rechnen die Suchmaschinen – und insbesondere Google – verschiedene Faktoren der Nutzer in die Wertung einer Webseite mit hinein. Je besser der eigene Internetauftritt nach diesen Kriterien abschneidet, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, gefunden zu werden.

Kriterien für die Nutzererfahrung

Experten für Suchmaschinen sind wie Archäologen: Sie versuchen, aus den Beobachtungen, die sie machen, die richtigen Schlüsse zu ziehen. Denn wie genau der Google-Algorithmus arbeitet, ist ein Geheimnis. Daher gibt es keine offizielle Bestätigung, welche Faktoren in die Bewertung einbezogen werden und welche nicht.

Es besteht jedoch Einigkeit, dass die Nutzersignale in die Bewertung einer Seite einbezogen werden. Wahrscheinlich spielen unter anderen diese Faktoren eine Rolle:

Mobilfreundlichkeit

Bereits seit Längerem nimmt der Anteil an Mobilgeräten im Internet zu. Im Jahr 2017 hatten Mobilgeräte erstmals einen größeren Anteil am Datenaufkommen als Desktop-Geräte. Deshalb ist es wichtig, dass die Webseite auch für Mobilgeräte ausgelegt ist. Ab kommendem Jahr will Google im Rahmen der “Mobile First”-Strategie für alle Seiten zuerst die Mobilseite analysieren. Webseiten, die dann schlecht optimiert sind oder überhaupt keine mobile Ansicht haben, werden voraussichtlich starke Einbrüche in Besucherzahlen erleiden.

Bounce Rate

Ein wichtiges Merkmal ist die Anzahl der Besucher, die eine Webseite ohne eine weitere Aktion sofort wieder verlassen. Diese “Bounce Rate” genannte Kennziffer weist darauf hin, dass das Angebot oder die Gestaltung der Seite für die Nutzer nicht interessant war. Je niedriger die Bounce Rate ist, umso wahrscheinlicher, dass Ihre Seite als informativ und interessant angesehen wird.

Ausstiegsrate

Neben der Bounce Rate wird gemessen, wie viele Nutzer zunächst mit der Seite interagieren, dann aber an einem bestimmten Punkt aussteigen. Dieses Verhalten weist darauf hin, dass dort eine Hürde für die Nutzer besteht. Wenn viele User an einem bestimmten Punkt der Seite aussteigen, ist das ein Hinweis auf Verbesserungspotenzial. Insbesondere, wenn Sie im Rahmen einer eCommerce-Strategie einen Webshop betreiben, ist dieses Wissen sehr hilfreich.

Durchschnittliche Besuchszeit

Je länger ein Nutzer auf einer Seite verweilt, umso interessanter und wertvoller scheint ihm das dort präsentierte Angebot zu sein. Daher spielt dieser Wert eine gewisse Rolle. Er ist jedoch mit Vorsicht zu genießen. Es ist bspw. möglich, dass ein Nutzer eine Seite aufruft, um dann für mehrere Minuten vom Computer zu verschwinden. Die Besuchszeit ist dann kaum ein Indikator dafür, ob der Inhalt dem Nutzer tatsächlich zugesagt hat.

Ladezeit

Eine wichtige Kennzahl ist die Ladezeit Ihrer Seite. Wenn der Seitenaufbau zu lang dauert, springen potenzielle Zielgruppen ab. Deshalb ist es wichtig, eine performante Seite zu haben, die kurzer Zeit nutzbar ist. Auf diese Weise vergraulen Sie keine potenziellen Kunden und haben den Google-Suchalgorithmus auf Ihrer Seite.

Werkzeuge für die Analyse

Um zu sehen, wie der eigene Webauftritt unter den Gesichtspunkten der UX abschneidet, können verschiedene Tools genutzt werden. Wir stellen hier einige exemplarisch vor.

Google Analytics

Eines der vielseitigsten Tools ist die Analytics-Suite von Google. Hier können Webseitenbesitzer die unterschiedlichsten Kennzahlen über ihren Webauftritt abrufen. Etwa Nutzerzahlen, Herkunft der Nutzer, Art des Zugriffs uvm. Zusätzlich lassen sich über den Reiter “Verhalten” einige Informationen über die Nutzerinteraktionen auf der Seite abrufen. Mithilfe dieser Daten können Sie Schlüsse über potenzielle Verbesserungen Ihres Webauftritts ziehen.

Google Search Console

Die Google Search Console (kurz GSC) ist ein weiteres Werkzeug aus dem Hause Google. Mithilfe der GSC lassen sich wichtige Daten über die Leistung der Webseite abrufen. So können Sie etwa einsehen, wie viele Ihrer Unterseiten öffentlich sichtbar sind.

Besonders hilfreiche Daten im Bezug auf die Nutzererfahrung sind unter dem Punkt “Verbesserungen” zu finden.

Dort können Sie unter anderem sehen, ob Ihre Seite und alle Unterseiten für Mobilgeräte optimiert sind. Im Hinblick auf die “Mobile First”-Devise ist dieser Information sehr wertvoll.

Seit wenigen Wochen gibt es eine Menge von Kennziffern, die bei Google als Core Web Vitals bezeichnet werden. Diese Menge von Messwerten gibt Ihnen Aufschluss darüber, ob sich das Nutzungserlebnis positiv gestaltet. Neben den Messwerten bieten sich hier auch Empfehlungen, um die Leistung der Seite zu verbessern. Für die Einarbeitung in das Tool empfehlen wir Ihnen diesen Beitrag zur Google Search Console von suchhelden.de.

Google Lighthouse

Mit dem Chrome Browser können Sie über Lighthouse abrufen, wie Ihre Seite sich bei den Core Web Vitals schlägt. Das Tool gibt Ihnen dann einen Überblick über die wichtigsten Messwerte und gibt Empfehlungen zur Verbesserung.

Werkzeuge von Drittanbietern

Neben den Tools von Google gibt es eine beinahe unüberschaubare Menge von Drittanbietern, die Werkzeuge für die Analyse von Websites entwickeln. Je nach Anbieter ist der Fokus ein wenig unterschiedlich. Da diese Tools meist sehr stark spezialisiert sind, werden sie meist von SEO-Experten eingesetzt.

Gute Nutzererfahrung bringt Besucher

Die jüngsten Entwicklungen in der Suchmaschinenoptimierung zeigen, dass Webseiten nicht nur durch Inhalt überzeugen müssen. Auch Daten wie Nutzerverhalten spielen eine Rolle dabei, wie eine Webseite von den Suchmaschinen bewertet wird. Daher tun Sie gut daran, ein Augenmerk auf die Usability Ihres Webauftritts zu legen. Im schlechtesten Fall bleiben Ihnen bei einer mäßigen Website die Kunden weg.

 

 

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Redaktion




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