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So stellen Sie eine ordnungsgemäße Buchführung im Unternehmen sicher

Geschrieben am Januar 27, 2020 
abgelegt unter: Buchhaltung

Ein wichtiger Bestandteil eines Unternehmens ist die Buchhaltung. Gerade in der Anfangsphase der Gründung vernachlässigt man diesen Aspekt der Unternehmensführung. Warum es wichtig ist, eine funktionierende Buchhaltung zu haben und welche Optionen Sie als Gründer haben, erfahren Sie hier.

Aspekte der Buchhaltung

Um eine Übersicht über die Einnahmen und Ausgaben des Unternehmens zu haben, ist die Buchhaltung essenziell. Besonders in der Anfangsphase einer Gründung kann der Aufwand für die Buchhaltung noch recht gering sein. Viele Gründer übernehmen die Buchhaltung mit einer Buchhaltungssoftware daher zunächst einfach selbst.

Jedoch ist dieser hemdsärmelige Ansatz nicht immer ideal. Sobald das Unternehmen wächst, steigen die Anforderungen an das Rechnungswesen. Unternehmer stehen dann vor der Frage, wie sie Ihre Buchführung organisieren. Weil ein erfolgreiches Unternehmen sich nicht nur durch das operative Geschäft, sondern auch durch funktionierende Verwaltung auszeichnet, ist gewissenhafte Buchführung ein Schlüssel zum Erfolg.

Verschiedene Teilbereiche der Buchhaltung

In der Literatur gibt es verschiedene Einteilungen in Unterkategorien. Wir stellen Ihnen einige Teilbereiche genauer vor:

Doppelte Buchführung

Ein wichtiges Schlagwort in der Buchhaltung ist die doppelte Buchführung, auch “Doppik” genannt. Dieses Prinzip ist bereits sehr alt und wurde bereits von den venezianischen Kaufleuten im 14. Jahrhundert angewendet. Dabei werden zwei Seiten eines Geschäftsvorfalls aufgelistet, die jeweils in “Soll” und “Haben” unterteilt sind. Somit wird jede Aktivität des Unternehmens auf zweifache Weise, also doppelt, erfasst. Diese Art der Buchführung ist der Standard in der Privatwirtschaft und wird von allen Unternehmen verlangt, die zur Buchführung verpflichtet sind.

Pflicht zur Buchführung

Die Pflicht zur doppelten Buchführung obliegt jedem, der kaufmännisch oder gewerblich aktiv ist. Weil die Buchführung die Grundlage der Besteuerung bietet, besteht für die Pflicht zur ordnungsgemäßen Buchführung für alle, die in diese Kategorie fallen. Darüber hinaus ist die Buchführungspflicht mit der Rechtsform des Unternehmens verbunden. Zur Buchführung verpflichtet sind Unternehmen, die als Aktiengesellschaft, GmbH, Kommanditgesellschaft oder Offene Handelsgesellschaft agieren.

Es gibt einige Ausnahmen von der Pflicht zur doppelten Buchführung. Für Kleinunternehmer gilt sie nicht, hier ist eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung ausreichend. Für Einzelunternehmer mit geringen Umsätzen kann ebenfalls von der Buchführungspflicht abgesehen werden.

Grundsätze zur ordnungsgemäßen Buchführung

Weil die Buchführung ein wichtiger Bestandteil des Unternehmens ist, sollte sie nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Gewissenhaftigkeit in der Buchführung ist nicht nur für das Finanzamt, sondern auch für den Unternehmenserfolg von Vorteil.

Um die Anforderungen zu konkretisieren, hat der Gesetzgeber die “Grundsätze zur ordnungsgemäßen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff” (GoBD) aufgesetzt. Die Grundsätze ergänzen die bekannte Maxime “Keine Buchung ohne Beleg!” zu konkreten Anweisungen, die in der Buchführung zu beachten sind.

Herangehensweisen an die Buchhaltung

Im Großen und Ganzen gibt es zwei Möglichkeiten, an die Buchhaltung im Unternehmen heranzugehen. Sie können sie selbst übernehmen oder auslagern.

Aufbauen einer eigenen Buchhaltungsabteilung

Je nachdem, wie groß der Verwaltungsaufwand für die Buchhaltung ist, kann sich das Einstellen einer Fachkraft für die Buchhaltung lohnen. Auf diese Weise können Sie sichergehen, dass die gesetzlichen Regeln eingehalten werden und Sie keine Schwierigkeiten mit dem Finanzamt bekommen.

Wenn die Firma wächst, steigt auch der Aufwand, der für die Buchführung zu betreiben ist. Eine eigene Abteilung für die Buchhaltung kann für Ihr Unternehmen ein starkes Rückgrat für finanzielle Stabilität und Erfolg sein. Mit funktionierender Buchhaltung haben Sie nicht nur Ihre Finanzen im Blick, sondern können aufgrund der Zahlen informierte Entscheidungen im operativen Geschäft treffen.

Auslagern von Teilen der Buchhaltung

Gerade bei kleineren Unternehmen ist jedoch nicht so viel Aufwand erforderlich, dass er eine Vollzeitstelle rechtfertigt. Dann bietet es sich an, die gesamte Buchhaltung oder Teile auszulagern. So könnte bspw. ein Lohnbüro die Gehaltsabrechnungen erledigen, während die Bilanzen von der Geschäftsführung verwaltet werden. Somit bleibt genügend Zeit, die statt mit Verwaltungsarbeit mit dem Kerngeschäft verbracht werden kann.

Zusammenfassung

Die Buchhaltung ist in einem jungen Unternehmen mitunter ein Bereich, auf den wenig Fokus gelegt wird. Damit Ihr neu gegründetes Unternehmen langfristig erfolgreich sein kann, ist eine ordnungsgemäße Buchführung jedoch unerlässlich. Sie sollten sich daher rechtzeitig informieren, welche Aufgaben Ihnen bei der Verwaltung Ihrer Firma bevorstehen. Aufgrund dieser Überlegungen können Sie dann entscheiden, ob Sie die Buchführung intern abwickeln oder Teile auslagern möchten.

 

 

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Redaktion




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