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Das ändert sich in der privaten Krankenversicherung 2012

Geschrieben am Februar 13, 2012 
abgelegt unter: Versicherung

Zwar gilt der Jahresanfang traditionell als Zeit des Wandels und des Wechsels, aber auch nach dem 01.01.2012 dürfte sich noch einiges ergeben, vor allem für Personen, die privat versichert sind.

 

Gleichstellung der Geschlechter
Eine besonders für Frauen erfreuliche Entwicklung wird 2012 die Gleichstellung der Geschlechter für private Krankenversicherungen sein. Bislang war es Praxis, dass Frauen wegen ihrer generell höheren Lebenserwartung und der daraus folgenden höheren Pflegebedürftigkeit im Alter von den privaten Versicherern immer höher eingestuft wurden als Männer. Dies ist nach der neuen Unisexregelung nun nicht mehr der Fall. In Zukunft müssen Frauen und Männer gleiche Beiträge zahlen. Dies kann sich allerdings auch dahingehend auswirken, dass Männer künftig mehr für eine private Krankenversicherung bezahlen müssen.

Anpassung der Versicherungspflichtgrenze
Bislang galt es so, dass wer weniger als 49500€ im Jahr verdient, als versicherungsfrei galt. Alle Personen, egal ob Selbstständiger oder Angestellter, die am Jahresende weniger verdient hatten, waren gezwungen, den gesetzlichen Krankenkassen beizutreten.
Mit dem Jahreswechsel wird die Beitragsbemessungsgrenze nun auf 50850€ angehoben. Dies bedeutet dass gesetzlich Versicherte nun nicht mehr wechseln dürfen, wenn sie in der Jahresendabrechnung nicht mehr als 50850€ verdient haben. Diese Regelung gilt auch für diejenigen, die 2011 über der alten Grenze von 49500€ lagen, aber 2012 unter der neuen Grenze von liegen werden. Sollte dies am Jahresende festgestellt werden, muss der Versicherte wieder zu den gesetzlichen Kassen zurückkehren. Diese Übergangsphase gilt allerdings nur für 2012. Für mehr Fakten zur PKV finden Sie hierzu mehr.

Einsteigertarif nicht mehr überall
Der Einsteigertarif wurde von den gesetzlichen Versicherungen eingeführt, um besonders im Einzelhandel und bei Kleinunternehmern zusätzliche Kunden zu gewinnen. Mit dieser besonderen Regelung erhielten Versicherte zu Beginn ihres Vertrages günstigere Bedingungen. Diese konnten später angepasst und der Vertrag zu normalen Bedingungen übernommen werden. Da dies jedoch nur von wenigen genutzt wurde, lassen einige private Versicherer den Einsteigertarif 2012 fallen. Wer diese besonderen Bedingungen noch nutzen möchte, sollte sich möglichst schnell, bei der Versicherung seiner Wahl danach erkundigen.

Allgemein schwerer Wechsel
Die privaten Versicherungen haben im Moment mit einem angeschlagenen Image zu kämpfen und befürchten, dass der Wechsel von einer gesetzlichen zu einer privaten Versicherung 2012 nun noch schwerer werden könnte. Hauptsächlich Schuld daran ist die Anhebung des Versicherungsfreibetrages. Lesen Sie hierzu auch den Beitrag: Was beim Wechsel der privaten Krankenversicherung zu beachten ist.
Personen, die dennoch Wechseln wollen, sollten jetzt mehr denn je auf den Vergleich privater Krankenversicherungen setzen und dabei auch eher professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Zu Bedenken ist auch, dass private Versicherungen für Versicherte eine Art Sparkonto für das Alter anlegen. Damit werden in den späteren Jahren Arztbesuche und Operationen gezahlt. Bei jedem Wechsel müssen diese Ansparungen von vorne beginnen.

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Stefan Kuntze

Stefan Kuntze studierte Angewandte Informatik und beschäftigt sich seit dieser Zeit mit dem Thema Online Marketing. 2005 gründete er die Berliner SEO Agentur BitBiz , welche sich auf die Betreuung von kleinen und mittelständigen Unternehmen spezialisiert hat. In diesem Zusammenhang kommt er regelmäßig mit Themen der Existenzgründung und Selbständigkeit in Berührung.



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