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Q-Cells geht für Deutschland an den Start


Q Cells-Gründer Reiner Lemoine und Anton Milner vertreten Deutschland im Finale des Wettbewerbs „World Entrepreneur of the Year“ in Monte Carlo

 Reiner Lemoine und Anton Milner, Gründer und Vorstände des Solarzellen-Herstellers Q-Cells aus Thalheim in Sachsen-Anhalt, vertreten Deutschland bei der diesjährigen Wahl zum „World Entrepreneur of the Year“ vom 8. bis 11. Juni in Monte Carlo. Veranstalter dieses einzigartigen Wettbewerbs für herausragende mittelständische Unternehmer aus aller Welt ist die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young.

Lemoine und Milner wurden während der nationalen deutschen Ausscheidung im Herbst 2005 zu „Entrepreneuren des Jahres 2005“ in der Kategorie Start-Up gekürt. Sie treten nun in Monaco gegen Preisträger aus über 40 weiteren Ländern an, die wie sie eine internationale Jury von ihren Leistungen überzeugen und den Titel des weltbesten Entrepreneurs erringen wollen.

Die deutschen Kandidaten beim „World Entrepreneur of the Year“

Reiner Lemoine und Anton Milner haben das Unternehmen Q-Cells in wenigen Jahren vom Start-Up zu einem der weltweit führenden Photovoltaikunternehmen entwickelt und dabei der strukturschwachen Industrielandschaft in Sachsen-Anhalt neue Perspektiven eröffneten. „Die Mission von Q-Cells ist, die Solartechnik schnell und kostengünstig weiter zu entwickeln“, beschreibt Lemoine eines der Unternehmensziele. „Die Photovoltaik soll als zukunftsorientierte Technologie eine der Hauptenergiequellen werden.“ Das schnell wachsende Unternehmen liefert Hochleistungs-Solarzellen in alle Welt und hat in den vergangenen Jahren seinen Umsatz Jahr um Jahr meistens mehr als verdoppeln können. Dabei konnte Q-Cells in kurzer Zeit den Markt in Deutschland und Europa erobern und liegt derzeit in der Weltrangliste mit neun Prozent Marktanteil hinter Sharp auf dem zweiten Platz.

Q-Cells entwickelt und produziert mono- und multikristalline Hochleistungs-Solarzellen, die eine sehr hohe Energieausbeute ermöglichen. Vollautomatisch gefertigt helfen diese zudem, die Kosten für Solarmodule zu senken. „Wir beliefern unabhängige Modulhersteller mit Hochleistungszellen“, erläutert Anton Milner. Auch das ist eine Novität in einer Branche, in der die Technik meist im Paket angeboten wird. Spezialisierte Modulbauer kommen daher nur schwer an Bauteile und mussten sich in der Vergangenheit oft genug mit minderer Güte zufrieden geben. Q-Cells hat sich dagegen der Qualität verpflichtet, so dass das “Q“ - für Qualität - gleich im Unternehmensnamen aufgenommen wurde.

Die Ingenieure Lemoine (Jahrgang 1951) und Milner (1961) trafen in der Gründungsphase von Q-Cells 1999 aufeinander. Während der studierte Raumfahrttechniker Lemoine, der bereits den Berliner Solarmodulhersteller Solon mitgegründet hatte, mit Kollegen an der Entwicklung von Hochleistungs-Solarzellen arbeitete, schrieb Milner den Businessplan und kümmert sich um das Startkapital. Der gebürtige Brite Milner startete nach einem Diplom in Industriechemie sowie einem Masterabschluss der französischen INSEAD-Akademie seine Karriere 1984 zunächst bei Royal Dutch Shell, bevor er als Berater zu McKinsey wechselte. Die Aufgabenteilung aus Gründertagen hat sich bewährt: Noch heute kümmert sich Lemoine um Technik und Innovation, Milner hingegen um Strategie, Beteiligungen und Finanzen.

Der Wettbewerb „World Entrepreneur of the Year“


Der weltweite Wettbewerb „World Entrepreneur of the Year“ wurde erstmals im Jahr 2000 von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young initiiert und knüpft an die langjährigen Erfolge der nationalen Ausscheidungen zum „Entrepreneur des Jahres“ an. Diese werden in mehr als 40 Ländern in verschiedenen Kategorien ausgerichtet. Aus allen nationalen Preisträgern werden die Vertreter jeweils eines Unternehmens in die internationale Konkurrenz geschickt. 2002 sicherte sich Stefan Vilsmeier, Gründer von BrainLAB mit Stammsitz im bayerischen Heimstetten, den Titel „World Entrepreneur of the Year“, im vergangenen Jahr nahm der Amerikaner H. Wayne Huizenga den Titel entgegen. Er ist mit sechs Gesellschaften an der New Yorker Börse gelistet und hat unter anderem den Video-Hersteller und -vermarkter Blockbuster Entertainment gegründet. Aus den nationalen und internationalen Wettbewerbsteilnehmern ist zwischenzeitlich ein nützliches Netzwerk entstanden, das die Interessen des Mittelstands weltweit unterstützt, fördert und vertritt.

Quelle: ey.com 

 

 
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